Weltbevölkerungsuhr

Niemand könnte je alle Menschen zählen, die tagtäglich geboren werden oder sterben. Die kletternden Zahlen der Weltbevölkerungsuhr im ERLEBNISLAND MATHEMATIK beruhen auf den Berechnungen des US-amerikanischen Population Reference Bureau (PRB), das seit 1929 weltweit Daten zur Entwicklung der Bevölkerung und der Gesundheit der Menschen ermittelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Der Zuwachs der Menschheit beträgt danach zur Zeit 83.276.563 Menschen pro Jahr. Das entspricht täglich 228.155 Menschen oder 158 Menschen pro Minute bzw. 2,6 Menschen in jeder Sekunde.

Nach Angaben des DSW-Datenreports der „Deutschen Stiftung Weltbevölkerung“ vom September 2014 — sie entsprechen den Angaben des Population Reference Bureau — betrug die Weltbevölkerung 7238 Millionen Menschen (rund 7,2 Milliarden).

Für die 5 Kontinente wurden die folgenden Zahlen ermittelt:

Asien (mit Türkei)4351 Mio.60,1%
Afrika (mit Ägypten)1136 Mio.15,7%
Amerika971 Mio.13,4%
Europa (mit Russland)741 Mio.10,3%
Ozeanien (mit Australien)39 Mio.0,5%

Für die 16 bevölkerungsreichsten Staaten der Welt ergibt sich die folgende Bilanz:

1.Volksrepublik China1372 Mio.19,0% der Weltbevölkerung
2.Indien1296 Mio.17,9%…
3.Vereinigte Staaten321 Mio.4,5%…
4.Indonesien252 Mio.3,5%…
5.Brasilien203 Mio.2,8%…
6.Pakistan194 Mio.2,7%…
7.Nigeria178 Mio.2,5%…
8.Bangladesch159 Mio.2,2%…
9.Russland144 Mio.2,0%…
10.Japan127 Mio.1,8%…
11.Mexiko120 Mio.1,7%…
12.Philippinen100 Mio.1,4%…
13.Äthiopien96 Mio.1,3%…
14.Vietnam91 Mio.1,2%…
15.Ägypten88 Mio.1,2%…
16.Deutschland81 Mio.1,1%…

In diesen 16 bevölkerungsreichsten Staaten leben 4.822 Millionen Menschen, d.h. etwa zwei Drittel der gesamten Weltbevölkerung.


Historie

Für das Jahr Null wird die Weltbevölkerung auf 300 Millionen Menschen geschätzt.

Um 1650, also unmittelbar nach Ende des dreißigjährigen Krieges in Europa (1618–1648), war die Zahl auf 500 Millionen gestiegen.

Um 1900, am Ende der industriellen Revolution, betrug sie 1.600 Millionen.

1965, 20 Jahre nach dem II. Weltkrieg und nach der Unabhängigkeit der meisten früheren Kolonien, war die Weltbevölkerung bereits auf 3.300 Millionen angewachsen.

1980, auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, erreichte sie 4.430 Millionen, 1990, am Ende der Konfrontation, 5.250 Millionen.

Im Jahr 2000 überschritt die Zahl der Menschen die Marke von 6.000 Millionen (also sechs Milliarden). Das entsprach einer Verzwanzigfachung der Weltbevölkerung in zwei Jahrtausenden.

Seit dem Jahr 1700 ergibt sich die nachstehende Wachstumskurve, die im 20. Jahrhundert sogar ein mehr als exponentielles Wachstum zeigt:


Und dies … erwartet uns:

Im Oktober 2010 teilte der United Nations Population Fund (UNFPA — früher: United Nations Fund for Population Activities) mit:

Weltbevölkerung 2050 bei 9,1 Mrd.

Genf — Die Weltbevölkerung von heute 6,8 Milliarden Menschen wird nach Prognosen der Vereinten Nationen bis 2050 auf 9,15 Milliarden Menschen anwachsen. Europa wird demnach der einzige Kontinent sein, in dem die Bevölkerungszahl in den kommenden vier Jahrzehnten sinkt. Leben heute (2010!) 732 Millionen Menschen in Europa zwischen Nordkap und Gibraltar, werden es laut den UN-Berechnungen im Jahr 2050 nur noch 691 Millionen Männer, Frauen und Kinder sein. Vor allem die niedrige Geburtenrate in Ländern wie Deutschland werde zu einem Schrumpfen führen, hieß es. Asien wird auch 2050 der bevölkerungsreichste Kontinent bleiben, mit dann rund 5,2 Milliarden Menschen. Heute (2010!) zählen die UN-Experten rund 4,1 Milliarden Asiaten. Die Einwohnerzahl Afrikas wird sich gemäß UNFPA von heute (2010!) rund einer Milliarde Menschen auf knapp zwei Milliarden Menschen in 40 Jahren verdoppeln.


Literatur

[1] Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): DSV-Datenreport Weltbevölkerung 2014.

[2] Kernig, C.D.: Und mehret euch? Deutschland und die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert, Bonn, 2006.